Hundenahrung, Hundeernährung – Das Beste für unsere Besten

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… Hundefutter oder besser Hundeernährung?

Wenn Sie es bevorzugen Ihre Katzenernährung oder Hundeernährung selbst zusammenzustellen, dann kennen Sie das Gefühl, wenn Sie dabei die treuherzigen Augen Ihrer Katze oder Ihres Hundes beobachten.

Hunde haben diesen Blick für Jahrtausende praktiziert, der sich fest im genetischen Code verankert hat und von einer Generation zur nächsten weitergegeben wird, weil es ja nach wie vor gut funktioniert.

Es ist nicht einfach das „auf den Boden sabbern“ abzustellen, insbesondere dann, wenn man seinem Liebling auch nur ein oder zwei Leckerbissen von dem abgibt, was man sich gerade für sich selbst zubereitet hat. In Bezug auf eine gesunde Katzen- oder  Hundeernährung ist solange es sich um geeignete und frische Lebensmittel in entsprechenden Mengen handelt, auch nichts einzuwenden.

Katzen- und Hundeernährung – gut, bedenklich und ’no go‘

gesunde vollwertige Hundenahrung zur HundeernährungIn diesem Beitrag möchten wir Ihnen einige Hinweise geben zu Lebensmitteln und Zutaten, die Sie vermeiden sollten, solche die Sie mit Vorsicht verwenden sollen und solche die eine sehr gute Wahl für eine gesunde Hundeernährung darstellen.

Bei unseren Empfehlungen beschränken wir uns auf Zutaten und Mengenangaben, die für Ihren Hund auch sicher sind.

Es wurde schon viel darüber diskutiert, welche Rohstoffe für Hunde gut sind und welche nicht. Allerdings gibt es einige Rohstoffe, die dafür bekannt sind, dass sie für Ihr Haustier auch schädlich sein können. Vielleicht hat der Hund schon einige Trauben oder Rosinen ohne nennenswerten Zwischenfall gefressen, aber man kann nie wissen bei welcher Traube oder Rosine sich das Blatt wendet und zu es einem kritischen Zwischenfall kommt.

Die Leber speichert eine Vielzahl von Vitaminen und Mineralien und wir wissen immer noch nicht alles darüber, welche Inhaltsstoffe bei der Hundeernährung gefährlich sein können. Es gibt aber so viele verschiedene Rohstoffe, die frei sind von Kontroversen und die für die Hundeernährung als sicher gelten, sodass es keinen Grund gibt sich auf Experimente einzulassen und Ihren Hund möglichen Risiken auszusetzen.

Alkoholische Getränke

Es gibt absolut nichts was daran lustig wäre einem Hund Bier oder andere alkoholische Getränke zu geben. Der Stoffwechsel des Hundes ist darauf nicht vorbereitet und schon eine kleine Menge Alkohol kann zu Erbrechen, Krämpfen und sogar zum Tod führen.

Schokolade

Die Kombination von Coffein, Theopromin und Theophylin, die in so gut wie allen Schokoladenprodukten vorkommen, kann eine toxische Wirkung entfalten, weil sie das Nervensystem Ihres Hundes stimuliert.

Carob, ein Kakaoersatz aus dem Johannisbrotbaum, ist grundsätzlich sicher für Hunde. Allerdings hat es vom Standpunkt des Nährwerts wenig Vorteile für Ihren Hund. Warum also sollte man dem Hund vor dem Verzehr von Schokolade fernhalten, ihm andererseits aber eine schokoladenartige Substanz füttern? Vermeiden Sie Lebensmittel, die den Süßstoff Xylitol enthalten, es kann eine tödliche Unterzuckerung des Tieres nach sich ziehen. Gleiches gilt für Süßstoffe jeglicher Art, da diese immer ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko darstellen und es kein Argument gibt, weshalb sie in der Hundeernährung eingesetzt werden sollten.

Fette und Haut

Speiseöle und einige tierische Fette sind für die Gesundheit Ihres Hundes essenziell. Was für Ihren Hund allerdings nicht gut ist, sind die Überreste auf dem Teller, nachdem Sie ein leckeres Steak gegessen haben. Das Fett von Steaks ist nicht nur eine gewaltige Fettbombe die darauf wartet zu explodieren, es wurde zudem gewürzt mit Salz, Pfeffer, Chili, Knoblauch und kann damit leicht zu Durchfall, Erbrechen und möglicherweise auch zu einer Bauchspeicheldrüsenentzündung führen.

Die Haut von Grillhuhn und Brathuhn verursacht alljährlich unzählige Pancreatitis Fälle und macht dafür das magere Putenfleisch verantwortlich. Putenfleisch ist grundsätzlich ein mageres Fleisch, das für Hunde sicher ist. In einer gut geplanten Hundeernährung hat auch Haut in geeigneten Mengen seine Berechtigung.

Trauben und Rosinen

Das Fruchtfleisch von Trauben und auch Rosinen enthalt ein noch wenig bekanntes Toxin, das die Nieren Ihres Hundes schädigen und zum völligen Nierenversagen führen kann. Allein schon drei oder vier Trauben können Probleme für einen 25 Kilo schweren Hund verursachen. Bislang konnten noch keine Probleme mit Traubenkernextrakt beobachtet werden, das auch gerne ergänzend als Antioxidantien beigemengt wird, da das entsprechende Toxin wasserlöslich ist und in den Samen nicht vorkommt. Vorsicht ist ebenfalls geboten bei rohen Bohnen, rohen Kartoffeln, Knoblauch und Zwiebeln. Auch Obstkerne können durch die darin enthaltene Blausäure für einen Hund gefährlich werden.

Hundeernährung mit Trockenfutter oder Nassfutter

hochwertiges Trockenfutter als Hundenahrung zur gesunden HundeernährungAus Gründen der Bequemlichkeit, der Wirtschaftlichkeit und auch der Zuverlässigkeit gehört bei vielen Hundehaltern Trockenfutter zur beliebtesten Art der Hundeernährung. Viele Tierbesitzer entscheiden sich aber auch für Trockenfutter, da es für Nassfutter keine wirklich vernünftigen Lösungen der Haltbarmachung gibt.

Chemie in Tiernahrung oder andere Möglichkeiten der Haltbarmachung

Nassfutter als Katzen- oder Hundeernährung
Entweder konserviert man mit Chemie oder setzt große Mengen an Zucker als Konservierungsstoff ein. Eine weitere Möglichkeit ist die sogenannte schonende Kaltabfüllung, wobei alle Rohstoffe ungekocht in Dosen abgefüllt und anschließend erhitzt werden. Nassfutter enthält meist 70% bis 80% Feuchtigkeit und soll meist mindestens 2 Jahre haltbar sein. Entsprechende hohe Erhitzung ist bei dieser Methode der Haltbarmachung notwendig, damit verschiedenste Keime und Bakterien keine Chance haben.

Eine der gefährlichsten Bazillen ist »Clostridium botulinum«. Sie produziert ein Nervengift, ein sogenanntes »Neurotoxin«. Es ist das wahrscheinlich schlimmste Bakteriengift, welches die Wissenschaft kennt. Unter Luftabschluss findet diese Bazille in Dosen und Büchsen die idealen Lebensbedingungen um sich zu vermehren. Wenn diese Bazille zum Beispiel in einem Futtermittelwerk auftreten würde, wäre das eines der wohl schlimmsten Szenarien, welche sich ein Produzent vorstellen kann. Klagen von Konsumenten würden Unsummen an Schadensersatzklagen und wahrscheinlich auch einen irreparablen Imageschaden nach sich ziehen. Also werden die kalt abgefüllten Dosen in riesigen Behältern bei exakt 127,8 Grad sterilisiert. Bei dieser enormen Hitze werden natürlich sehr viele wertvolle und für eine gesunde Hundeernährung wichtige Nährstoffe zerstört. Insbesondere ist zu bedenken, dass Hunde keine Gemischtfresser sind. Im Gegensatz dazu gestalten wir unseren Speiseplan bewusst zum Schutz vor Mangel oder Fehldosierung sehr abwechslungsreich.

Trockenfutter als Katzen- oder Hundeernährung
Auch bei der Produktion von Trockenfutter gibt es unterschiedliche Verfahren. Die Art der Produktion hängt dabei in erster Linie vom kalkulierten Produktionspreis ab. Produziert man mit hochwertigen und sauberen Rohstoffen, kann man wegen des geringen Feuchtigkeitsgehaltes, welcher meist bei nur 10% liegt, ohne chemische Konservierungsstoffe Trockenfutter herstellen. Vorausgesetzt dass Rohstoffe nicht von Keimen oder Bakterien belastet sind, lässt sich Trockenfutter auch mit geringer Temperatur und ohne chemische Zusatzstoffe haltbar machen.

Jedoch empfiehlt es sich, einen zusätzlichen Produktionsschritt (Extrusion) für eine Aufschließung von pflanzlichen Rohstoffen für Beutetierfresser, zu welchen Katzen und Hunde, zählen durchzuführen. In freier Natur werden pflanzliche Rohstoffe von Beutetierfressern, wie zum Beispiel dem Wolf, nur in vorverdauter Form zu sich genommen. Also hoch aufgeschlossen liegen diese im Verdauungstrakt eines Pflanzenfressers vor und sind eine der wichtigsten und hochwertigsten Nährstoffquellen für Beutetierfresser. Bei sehr vielen Trockenfuttersorten wird die Aufschließung von pflanzlichen Rohstoffen entweder durch große Hitze erzielt (siehe Beispiel Nassfutter) oder erst gar nicht durchgeführt.

Eine entsprechend leichte Verdaubarkeit von pflanzlichen Rohstoffen ist jedoch bei einer gesunden Katzen- oder Hundeernährung unumgänglich. In pflanzlichen Rohstoffen findet man für eine gesunde Katzen– und Hundeernährung sehr viele wichtige Nährstoffe, welche zum Beispiel in Fleisch nicht vorkommen. Es gilt also die Vorverdauung von pflanzlichen Rohstoffen, wie diese in einem Beutetiermagen passiert, nachzuempfinden.

Zahlreiche Unverträglichkeiten, welche man zum Beispiel dem Rohstoff Getreide nachsagt (Getreide beinhaltet sehr viele wichtige Nährstoffe), sind vielmehr der nicht artgerechten Aufschließung zuzuschreiben. Dazu gibt es zwar thermische und mechanische Verfahren (Extrusion), welche jedoch aufgrund des hohen Aufwands meist nicht eingesetzt werden. Sogenannte Extrudate erreichen eine bis zu 90% hohe Verdaubarkeit von pflanzlichen Rohstoffen. Viele Unverträglichkeiten werden fälschlich pflanzlichen Rohstoffen, wie zum Beispiel Getreide, zugeschrieben. Aus diesem Grund wurde sogar ein wahrer Trend von getreidefreien Produkten ausgelöst. Leider unterstützt von einer ganzen Marketingmenagerie großer Hersteller, welche diesen Trend beflügeln und so neue Absatzmärkte finden. Leider steht nicht immer eine gesunde Katzen- und Hundeernährung im Vordergrund. Deutlich wird das scheinbar „unbedenkliche Folgen von Trends“ mitunter durch Produkte wie Limonade oder Eiscreme für Hunde oder veganes Katzenfutter oder Hundefutter.

Neben Faktoren der nicht artgerechten Verarbeitung (keine hohe Aufschließung von pflanzlichen Rohstoffen) wird von Tierärzten und Experten auch der Einsatz von chemischen Zusatzstoffen in der Fertigküche der Katzen- oder Hundeernährung immer wieder stark diskutiert und kritisiert.

Mehr zum Thema „Zusammensetzung gesunder und artgerechter Heimtiernahrung“, welche die Basis einer gesunden Katzen- und Hundeernährung bilden sollte, erfahren Sie im Hörbuch „So entkommen Sie der Futterfalle Ihrer Fellnasen“.

Die häufigsten Beschwerden, über die viele Tierbesitzer bei ihren Katzen und Hunden berichten, sind Juckreiz, Haarausfall oder auch Hautentzündungen. Häufig wird auf eine nicht diagnostizierte Nahrungsmittelallergie geschlossen. Wenn man Tierbesitzer fragt, welches Futter sie füttern und wie das Futter zusammengesetzt ist, erhält man meist nur ein Achselzucken!

Wir alle verbringen viel Zeit mit dem Studieren von Urlaubskatalogen, Modezeitschriften, lesen Beschreibungen neuer technischer Errungenschaften oder anderen scheinbar wichtigen Dingen. Ich empfehle wirklich jedem fürsorglichen Tierbesitzer sich einmal im Leben seines geliebten vierbeinigen Gefährten mit dem Thema gesunde Katzen- und Hundeernährung auseinanderzusetzen. Wenn dann das bereits empfohlene Hörbuch „So entkommen Sie der Futterfalle Ihrer Fellnasen“ gehört wurde, ist die häufigste Aussage „hätte ich das früher gewusst dann wäre …“.

Ergänzung zu Katzen- oder Hundeernährung und Getreide

Tiernahrung für Katzen und Hunde mit einem zu hohen Anteil an Getreide ist natürlich bedenklich, wie zahlreiche Ernährungsspezialisten bestätigen. Auch wenn Katzen und Hunde durch den Einsatz von Aromaten auch derartige Tiernahrung gerne fressen mögen, kann man eine solche Katzen- und Hundeernährung nicht als artgerecht bezeichnen. Neben der artgerechten Verarbeitung von pflanzlichen Rohstoffen, wie Getreide, ist auch das Verhältnis zum Fleischanteil oder vielmehr zum tierischen Protein (artgerechtes Protein) von Bedeutung, wenn man von einer gesunden Katzen- und Hundeernährung ausgeht.

Dem Thema Getreide werden wie erwähnt unberechtigt Unverträglichkeiten bis hin zur Behauptung, dass Getreide in einem Katzenfutter oder Hundefutter überhaupt nichts verloren hat, zugeschrieben. Aus diesem Fehlverständnis hat sich leider ein gewinnträchtiger Trend entwickelt, der die Nachfrage nach getreidefreiem Hundefutter geradezu explodieren lässt. Aber wie so oft liegen nicht immer die Tierliebe oder das Wohlergehen von Katzen und Hunden im Mittelpunt von Interessen von mehr und mehr gewinnoptimierten Unternehmen.

2018-04-23T16:12:53+00:00 August 15th, 2016|Ernährung, Gesundheit, Hund|0 Kommentare

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