Hundetheraphie: Wirksam oder für die Katz‘?

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Ein guter Hundetherapeut kann insbesondere bei verhaltensauffälligen Hunden wahre Wunder bewirken, wenn der Betreuer oder der sogenannte „Besitzer“ des Hundes mitzieht.

Vertraut man jedoch zu sehr auf einen Therapeuten, der mit seiner Methodik falsch liegt, kann eine Menge schief gehen. Man sollte sich niemals das Denken und die Verantwortung wegnehmen lassen.

Der Beruf „Tiertherapeut“ oder „Verhaltenstherapeut für Tiere“ ist kein geschützter Beruf. Daher muss man gerade auf diesem Gebiet wie beim Tierheilpraktiker auch äußerst vorsichtig sein. Leider gibt es für diesen Beruf keine allgemeine Prüfung die überall gleich ist, keine Kontrolle über die Qualität, keine Mindestqualifikation. Dadurch könnte jede gelangweilte Hausfrau „Tiertherapeut“ spielen.

Die verschiedenen Bezeichnungen

  • Hundetrainer
  • Hundepsychologe
  • Verhaltenstherapeut für Hunde bzw. Hundetherapeut
  • Hundeflüsterer
  • Tierkommunikator (Achtung, hier wird meistens auf geistiger Ebene mit den Hunden „gesprochen“)

Welchen Therapeuten?

Allgemein gibt es ein paar Grundsätze, die einem bei der Auswahl helfen können.  Ist eine Ausbildung an einer anerkannten Schule erfolgt? Beachte Zertifikate oder Ausbildungsnachweise.  Schau dir auch die Homepage der Schule an, suche Kommentare über die Qualität der Ausbildung usw.

Wie lange und intensiv erfolgte die Ausbildung? Eine „Tiertherapeutenausbildung“ könnte man in einem Wochenendseminar buchen, was natürlich kaum eine gute Referenz darstellt. Wie lange arbeitet der Therapeut (seit wann hat er diesen Beruf angemeldet)?

Nimmt sich der Therapeut Zeit, den Hund kennen zu lernen und passt er seine Empfehlungen an das Wesen des Hundes an, oder spult er sein Wissen nur nach Schema F runter, ohne auf die individuellen Feinheiten des Hundes zu achten?

Ein guter Lebenslauf kann zeigen, wohin sich der Therapeut entwickelt hat.

Die beste Ausbildung garantiert noch kein gutes Einfühlungsvermögen und Einfühlungsvermögen garantiert keine Kompetenz. Achte darauf, wie er mit den Hunden umgeht. Frage, ob du bei einer Stunde zusehen darfst.

Verlass dich auf dein Gefühl. Buche nur eine Stunde und schau, wie ihr miteinander klar kommt, lass dich nicht von Überheblichkeit und guter Rhetorik einwickeln, sondern achte auf dein Gefühl. Selbst wenn der Therapeut der Beste wäre, wenn du dich nicht auf ihn einlassen kannst, nutzt es gar nichts.

Der Preis ist kein Qualitätsmerkmal, weder Billigangebote noch Wucherpreise sollten dich bei der Entscheidung maßgeblich beeinflussen. Es schadet nichts, sich mehrere Therapeuten anzusehen, nur so hat man einen sinnvollen Vergleich.

Auch wenn es dir zu viel Aufwand scheint, ein wirklich guter Therapeut ist unbezahlbar. Die Wahl des Hundepsychologen entscheidet bei Problemhunden vielleicht über Leben und Tod. Er kann bezüglich der Psyche des Hundes viel verbessern, aber auch vieles verschlimmern oder gar gänzlich zerstören.

Die Infos wurden nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, sie sind dennoch ohne Gewähr und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

2016-10-12T18:48:25+00:00 September 5th, 2016|Gesundheit, Hund|0 Kommentare

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