Wenn Fette mit Sauerstoff reagieren, beginnen sie zu oxidieren. Dieser Prozess wird im Alltag häufig als Ranzigwerden von Fett beschrieben.
Damit dies nicht passiert, werden in Tierfutter sogenannte Antioxidantien eingesetzt.
Fette sind ein wichtiger Bestandteil der Ernährung von Hunden und Katzen und liefern wertvolle Energie sowie wichtige Fettsäuren.
Gleichzeitig sind Fette jedoch empfindlich gegenüber Sauerstoff. Ohne Schutz würden sie relativ schnell verderben.
Ein einfaches Beispiel ist Butter:
Bleibt Butter längere Zeit ungekühlt stehen, beginnt sie zu oxidieren und wird ranzig.
Ähnlich verhält es sich mit Fetten im Tierfutter. Da Trockenfutter in der Regel nicht gekühlt gelagert wird, müssen diese Fette stabilisiert werden. Hier kommen Antioxidantien im Tierfutter zum Einsatz.
Antioxidantien im Tierfutter gehören zu den technologischen Zusatzstoffen im Tierfutter. Ihre Aufgabe ist es, die Oxidation von Fetten zu verhindern und damit die Haltbarkeit eines Futters zu verlängern.
Dabei können grundsätzlich zwei Arten von Antioxidantien eingesetzt werden:
Beide erfüllen dieselbe technische Aufgabe: Sie schützen die enthaltenen Fette vor dem Verderb.
Natürliche Antioxidantien im Tierfutter können beispielsweise sein:
Diese Stoffe kommen auch in der Natur vor und können Fette auf natürliche Weise stabilisieren.
Daneben existieren jedoch auch künstlich hergestellte Antioxidantien, die oft deutlich günstiger sind und deshalb in vielen Futtermitteln eingesetzt werden.
Viele Tierhalter verbinden Antioxidantien automatisch mit gesundheitlichen Vorteilen, weil sie häufig im Zusammenhang mit dem Schutz vor freien Radikalen erwähnt werden.
Im Tierfutter erfüllen sie jedoch in erster Linie eine technologische Funktion, nämlich die Haltbarkeit der enthaltenen Fette sicherzustellen.
Antioxidantien im Tierfutter erfüllen in erster Linie eine technologische Aufgabe: Sie schützen empfindliche Fette vor Oxidation. Für Tierhalter ist jedoch wichtig, ob dafür natürliche oder künstlich hergestellte Antioxidationsmittel eingesetzt werden.
| Natürliche Antioxidantien | Künstliche Antioxidantien |
|---|---|
| Beispiele: Vitamin E, natürliche Tocopherole, bestimmte Pflanzenextrakte | Synthetisch hergestellte Antioxidationsmittel |
| Werden von vielen Tierhaltern als natürlicher und transparenter wahrgenommen | Sind häufig günstiger und deshalb in vielen Futtermitteln verbreitet |
| Können bei offener Deklaration klar und verständlich angegeben werden | Sind für Tierhalter in der Deklaration oft weniger eindeutig nachvollziehbar |
| FEDOR® verwendet ausschließlich natürliche Antioxidantien | Im FEDOR® Qualitätskonzept ausgeschlossen |
Für Tierhalter ist es nicht immer leicht zu erkennen, welche Antioxidantien tatsächlich in einem Futtermittel verwendet wurden.
Der Grund dafür liegt in der Gesetzgebung. Antioxidantien, die als Haltbarmittel eingesetzt werden, müssen nicht zwingend detailliert in der Deklaration angegeben werden.
Hersteller können diese Angaben freiwillig genauer beschreiben. Fehlen solche Angaben jedoch, bleibt für Tierhalter oft unklar, welche Antioxidationsmittel tatsächlich eingesetzt wurden.
Wer sich genauer informieren möchte, sollte deshalb auf möglichst transparente Angaben in der Deklaration achten.
Solche Angaben helfen Tierhaltern, die verwendeten Haltbarmittel besser einzuordnen. Entscheidend ist dabei, ob natürliche oder künstliche Antioxidationsmittel eingesetzt werden und wie transparent dies in der Deklaration beschrieben wird.
Natürliche Antioxidantien im Tierfutter stehen in engem Zusammenhang mit ➤ weiteren Qualitätsmerkmalen im FEDOR®-Qualitätskonzept.
Dazu gehören unter anderem:
➤ Chemische Zusätze im Tierfutter
➤ Verarbeitung und Verdaulichkeit
➤ Fleischqualität im Tierfutter
Erst das Zusammenspiel dieser Faktoren entscheidet darüber, wie gut ein Futter langfristig vertragen wird.
Weiterführende Einordnung: Informationen findet man auch im Buch „Katzen würden Mäuse kaufen“ von Hans-Ulrich Grimm
Damit Tierfutter über längere Zeit haltbar bleibt, müssen die enthaltenen Fette vor Oxidation geschützt werden. Diese Aufgabe übernehmen sogenannte Antioxidantien.
Dabei können sowohl künstliche als auch natürliche Antioxidationsmittel eingesetzt werden.
Im Qualitätskonzept von FEDOR® Tiernahrung wird bewusst auf natürliche Antioxidantien gesetzt, die transparent in der Deklaration angegeben werden.
Natürliche Antioxidantien im Tierfutter bilden damit einen wichtigen Bestandteil der sieben Qualitätskriterien für hochwertiges Tierfutter.
Viele Tierhalter wissen nicht, dass Antioxidantien im Tierfutter in erster Linie eine technologische Aufgabe haben: Sie schützen empfindliche Fette vor Oxidation und machen ein Futter länger haltbar. Entscheidend ist dabei, ob natürliche oder künstlich hergestellte Antioxidationsmittel eingesetzt werden – und ob dies auf der Verpackung nachvollziehbar angegeben ist.
Gerade bei empfindlichen Hunden und Katzen lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf Deklaration, Zusatzstoffe und Qualitäts-Claims.
Natürliche Antioxidantien schaffen mehr Transparenz und vermeiden eine zusätzliche mögliche chemische Belastungsquelle.
Wir gehen die Deklaration Ihres aktuellen Futters telefonisch mit Ihnen durch und erklären verständlich, welche Antioxidantien angegeben werden, wie sich natürliche und künstliche Antioxidationsmittel unterscheiden und woran sich eine transparente Deklaration besser erkennen lässt.