Viele Tierhalter kennen diese Situation: Der Hund frisst sein Futter mit großer Begeisterung, doch kurze Zeit später treten Probleme auf – etwa Juckreiz, Verdauungsprobleme oder Unverträglichkeiten.
In solchen Fällen wird häufig vermutet, dass ein bestimmter Rohstoff nicht vertragen wird. Ein möglicher Einflussfaktor können jedoch auch chemische Zusätze im Tierfutter sein.
Solche Zusätze werden teilweise eingesetzt, um Futter länger haltbar zu machen oder um Geruch und Geschmack zu beeinflussen.
In der industriellen Herstellung von Tierfutter können verschiedene Zusatzstoffe verwendet werden. Dazu gehören beispielsweise:
Diese Stoffe erfüllen unterschiedliche Funktionen: Manche verlängern die Haltbarkeit eines Futters, andere beeinflussen Geruch oder Geschmack.
Gerade Aromastoffe können dazu beitragen, dass Hunde oder Katzen ein Futter besonders gerne fressen. Gleichzeitig können solche Zusätze aber auch dazu dienen, den Geruch weniger hochwertiger Rohstoffe zu überdecken.
Der Geruchssinn von Hunden und Katzen ist wesentlich stärker ausgeprägt als beim Menschen.
Während der Mensch nur etwa 6–10 Millionen Riechzellen besitzt, verfügen Hunde und Katzen über ein Vielfaches davon. Tiere orientieren sich deshalb in erster Linie am Geruch eines Futters, nicht am Geschmack.
Diese Fähigkeit wird in der Futtermittelindustrie teilweise gezielt genutzt. Durch Aromastoffe kann ein Futter für Tiere besonders attraktiv wirken – unabhängig davon, welche Rohstoffe tatsächlich enthalten sind.
Für Tierhalter ist es nicht immer einfach zu erkennen, ob ein Futtermittel chemische Zusätze enthält.
Der Grund dafür liegt auch in der Gesetzgebung. Für einige Zusatzstoffe besteht keine verpflichtende Deklaration auf der Verpackung. Dazu gehören beispielsweise:
Wenn solche Stoffe eingesetzt werden, müssen sie nicht zwingend im Detail angegeben werden.
Für Tierhalter bedeutet das: Fehlen entsprechende Angaben auf der Verpackung, lässt sich nicht immer eindeutig erkennen, ob solche Zusätze verwendet wurden.
Wer möglichst auf chemische Zusätze im Tierfutter verzichten möchte, sollte daher besonders auf klare Formulierungen in der Deklaration achten.
Typische Hinweise können zum Beispiel sein:
Solche Aussagen verpflichten Hersteller dazu, diese Angaben auch tatsächlich einzuhalten.
Ein häufiger Grund für chemische Zusätze im Tierfutter ist die Haltbarkeit von Futtermitteln.
Konservierungsstoffe können beispielsweise eingesetzt werden, um Produkte vor:
zu schützen.
Eine Alternative besteht darin, Futtermittel so herzustellen, dass sie auch ohne künstliche Konservierungsstoffe ausreichend stabil bleiben.
Bei Trockenfutter spielt vor allem der Feuchtigkeitsgehalt eine entscheidende Rolle für die Haltbarkeit. Liegt dieser bei etwa 10 % oder darunter, können sich Schimmelpilze in der Regel kaum entwickeln.
Viele handelsübliche Trockenfuttersorten liegen ungefähr in diesem Feuchtigkeitsbereich. Je niedriger der Feuchtigkeitsgehalt und je sauberer die Verarbeitung, desto schwieriger können sich Schimmelpilze entwickeln.
Dennoch enthalten zahlreiche Futtermittel Konservierungsstoffe. Der Grund dafür liegt darin, dass diese Stoffe nicht nur vor Schimmel schützen, sondern auch vor Hefen, Pilzen und Bakterien.
Viele Tierhalter wissen nicht, dass der Gesetzgeber bei Zusatzstoffen im Tierfutter grundsätzlich zwei unterschiedliche Stoffgruppen unterscheidet.
Die erste Gruppe sind Antioxidantien.
Sie werden eingesetzt, um Fette vor Oxidation zu schützen. Ohne diesen Schutz würden Fette im Futter mit der Zeit ranzig werden. Antioxidantien sorgen daher in erster Linie dafür, dass Fette stabil bleiben.
Die zweite Gruppe sind Konservierungsstoffe.
Ihre Aufgabe ist eine andere: Sie sollen Futtermittel vor dem Verderb durch Schimmel, Hefen, Pilze und Bakterien schützen.
Diese beiden Stoffgruppen erfüllen somit unterschiedliche Funktionen bei der Haltbarkeit von Tierfutter.
Zusatzstoffe können im Tierfutter unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Entscheidend ist, welche Funktion sie haben, ob sie klar erkennbar sind und ob ein Futter auch ohne künstliche Zusätze stabil und akzeptiert bleibt.
| Zusatzstoffgruppe | Mögliche Funktion im Futter | Worauf Tierhalter achten sollten |
|---|---|---|
| Künstliche Aromastoffe | Können Geruch und Akzeptanz beeinflussen. | Ein Futter kann sehr attraktiv riechen, ohne dass die Rohstoffqualität dadurch besser wird. |
| Farbstoffe | Können die Optik des Futters beeinflussen. | Für Hund und Katze ist die Farbe des Futters nicht entscheidend; sie dient meist eher der menschlichen Wahrnehmung. |
| Konservierungsstoffe | Sollen vor Schimmel, Hefen, Pilzen oder Bakterien schützen. | Bei trockenem, hygienisch verarbeitetem Futter können künstliche Konservierungsstoffe oft vermeidbar sein. |
| Antioxidantien | Schützen empfindliche Fette vor Oxidation. | Antioxidantien sind nicht dasselbe wie Konservierungsstoffe. Entscheidend ist, ob natürliche oder künstliche Antioxidantien verwendet werden. |
Schützen vor mikrobiologischem Verderb, etwa durch Schimmel, Hefen, Pilze oder Bakterien.
Schützen Fette vor Oxidation. Sie haben eine andere Aufgabe als klassische Konservierungsstoffe.
Keine künstlichen Farb-, Geschmacks- oder Konservierungsstoffe – und Fettstabilisierung über natürliche Antioxidantien.
Damit ein Trockenfutter ohne künstliche Konservierungsstoffe stabil bleibt, müssen mehrere Voraussetzungen gleichzeitig erfüllt sein.
Ein niedriger Feuchtigkeitsgehalt allein reicht nicht aus. Entscheidend sind drei Faktoren:
1. Niedriger Feuchtigkeitsgehalt
Der Trocknungsgrad sollte etwa 10 % Feuchtigkeit oder weniger betragen.
2. Einwandfreie und hygienisch einwandfreie Rohstoffe
Die verwendeten Zutaten müssen hygienisch einwandfrei sein. Rohstoffe mit mikrobiologischen Belastungen können das Wachstum von Hefen, Pilzen oder Bakterien begünstigen.
3. Saubere Verarbeitung
Auch die Produktionsbedingungen spielen eine wichtige Rolle. Eine hygienische Verarbeitung verhindert, dass Mikroorganismen während der Herstellung in das Futtermittel gelangen.
Nur wenn diese drei Voraussetzungen erfüllt sind, kann ein Trockenfutter in der Regel ohne künstliche Konservierungsstoffe stabil bleiben.
Wie FEDOR® empfindliche Fette ohne chemische Antioxidationsmittel stabilisiert, erklären wir im Beitrag ➤ Antioxidantien im Tierfutter.
Der Verzicht auf chemische Zusätze im Tierfutter ist eines der sieben Qualitätskriterien von FEDOR® Tiernahrung.
Bei der Herstellung der Produkte wird bewusst auf:
verzichtet.
Stattdessen werden hochwertige Rohstoffe verwendet, die auch ohne künstliche Zusatzstoffe eine hohe Akzeptanz bei Hunden und Katzen ermöglichen.
Ein entsprechender Hinweis findet sich auch in den Deklarationen der Produkte.
Solche Angaben helfen Tierhaltern, künstliche Zusatzstoffe besser zu erkennen. Entscheidend ist, dass Rohstoffqualität, Trocknung und Verarbeitung so umgesetzt werden, dass unnötige künstliche Zusatzstoffe gar nicht erst erforderlich sind.
Der Verzicht auf bestimmte chemische Zusätze steht in engem Zusammenhang mit weiteren Qualitätsmerkmalen.
Dazu gehören unter anderem:
➤ Fleischqualität im Tierfutter
➤ Verarbeitung und Verdaulichkeit
➤ Offene Deklaration bei Tierfutter
Erst das Zusammenspiel dieser Faktoren ermöglicht eine Tiernahrung, die langfristig gut verträglich ist.
Weiterführende Einordnung: Wer sich intensiver mit Zusatzstoffen, Rohstoffqualität und den Hintergründen der Heimtierfutterindustrie beschäftigen möchte, findet im Buch „Katzen würden Mäuse kaufen“ von Hans-Ulrich Grimm eine weiterführende journalistische Perspektive. Für die konkrete Beurteilung eines Futters bleibt jedoch entscheidend, welche Zusatzstoffangaben auf der Verpackung erkennbar sind und wie klar der Hersteller den Verzicht auf künstliche Zusatzstoffe beschreibt.
Wenn Hunde oder Katzen ihr Futter schlecht vertragen, können verschiedene Faktoren eine Rolle spielen. Neben der Qualität der Rohstoffe können auch chemische Zusätze im Tierfutter Einfluss auf Verträglichkeit und Akzeptanz haben.
Wer bei der Auswahl eines Futters auf klare Deklarationen und möglichst natürliche Zutaten achtet, kann besser einschätzen, welche Qualität ein Produkt tatsächlich besitzt.
Der Verzicht auf chemische Zusätze im Tierfutter ist deshalb ein wichtiger Bestandteil der Qualitätskriterien von FEDOR® Tiernahrung.
Viele Futtermittel werden gerne gefressen, doch das sagt noch nichts darüber aus, ob künstliche Farb-, Aroma- oder Konservierungsstoffe enthalten sind. Gerade bei empfindlichen Hunden und Katzen lohnt sich ein genauer Blick auf Deklaration, Zusatzstoffangaben und Hinweise wie „ohne künstliche Farb-, Geschmacks- oder Konservierungsstoffe“.
Auch wenn ein Futter keine auffälligen Angaben enthält, ist für Tierhalter nicht immer leicht erkennbar, welche Stoffe eingesetzt wurden und welche Funktion sie erfüllen.
Gute Verträglichkeit beginnt nicht nur bei den Rohstoffen – sondern auch beim Verzicht auf unnötige künstliche Zusatzstoffe.
Wir gehen die Deklaration Ihres aktuellen Futters telefonisch mit Ihnen durch und erklären verständlich, welche Hinweise auf künstliche Farb-, Aroma- oder Konservierungsstoffe erkennbar sind und wie Sie Aussagen zur Haltbarkeit und Zusatzstofffreiheit besser einordnen können.
Dabei schauen wir gemeinsam auch darauf, welche Rolle Rohstoffqualität, Verarbeitung, Feuchtigkeit und natürliche Antioxidantien für die Stabilität eines Futters spielen.