Die Verdaulichkeit von Tierfutter spielt eine entscheidende Rolle für die Gesundheit von Hunden und Katzen.
Viele Tierhalter kennen das Problem: Der Hund hat immer wieder Durchfall, Blähungen oder wirkt nach dem Fressen unwohl. Manche Tiere reagieren auch mit Juckreiz oder Verdauungsproblemen.
Oft wird vermutet, dass ein bestimmter Rohstoff im Futter nicht vertragen wird. Tatsächlich kann jedoch auch ein anderer Faktor eine wichtige Rolle spielen: die Verarbeitung der Rohstoffe im Tierfutter.
Denn selbst hochwertige Zutaten können ihre Nährstoffe nur dann optimal liefern, wenn sie so verarbeitet werden, dass Hunde und Katzen sie auch leicht verdauen und verwerten können.
Hunde und Katzen stammen von Beutetierfressern ab. In freier Natur nehmen sie pflanzliche Nährstoffe meist nicht direkt auf, sondern über den Mageninhalt ihrer Beutetiere.
Diese pflanzlichen Bestandteile wurden im Verdauungstrakt des Beutetieres bereits teilweise vorverdaut. Dadurch liegen die Nährstoffe bereits in einer Form vor, die für Beutetierfresser leichter verwertbar ist.
Pflanzliche Rohstoffe müssen deshalb auch in einem Fertigfutter so verarbeitet werden, dass sie gut aufgeschlossen und leicht verdaulich sind.
Bei der Herstellung von Trockenfutter werden Rohstoffe erhitzt und mechanisch verarbeitet. Dadurch werden sie
Der entscheidende Faktor ist dabei der sogenannte Aufschlussgrad der Rohstoffe.
Ein höherer Aufschlussgrad bedeutet, dass die enthaltenen Nährstoffe leichter freigesetzt werden können. Dadurch können Hunde und Katzen diese Nährstoffe besser aufnehmen.
Ein einfaches Beispiel verdeutlicht diesen Zusammenhang:
Ein rohes Maiskorn würde selbst beim Menschen größtenteils unverdaut wieder ausgeschieden werden. Wird Mais jedoch stark erhitzt und aufgeschlossen – etwa bei der Herstellung von Popcorn – kann er deutlich besser verdaut werden.
Ähnliche Prozesse werden auch bei der Herstellung von Tierfutter genutzt.
Für die Herstellung von Trockenfutter werden verschiedene Verfahren verwendet. Diese unterscheiden sich vor allem darin, wie stark die Rohstoffe aufgeschlossen werden.
Zu den bekanntesten Verfahren gehören:
Beide Verfahren führen zu unterschiedlichen Eigenschaften des Futters.
Kaltgepresstes Futter wird häufig als besonders schonend beworben. Tatsächlich werden jedoch auch bei diesem Verfahren die Rohstoffe zunächst erhitzt.
Tierische Bestandteile müssen beispielsweise aus hygienischen Gründen auf mindestens 90 °C erhitzt werden, um Krankheitserreger abzutöten. Erst danach erfolgt der eigentliche Pressvorgang.
Der Grad der Aufschließung der Rohstoffe kann bei solchen Verfahren unterschiedlich sein.
Ein weiteres Herstellungsverfahren ist die sogenannte Extrusion.
Dabei werden die Rohstoffe unter Druck, Hitze und mechanischer Energie verarbeitet. Durch diesen Prozess werden insbesondere pflanzliche Rohstoffe besonders stark aufgeschlossen.
Dadurch können Hunde und Katzen diese Bestandteile leichter verdauen und die enthaltenen Nährstoffe besser aufnehmen. Je nach Herstellungsverfahren kann dadurch eine sehr hohe Verdaulichkeit erreicht werden.
Beide Herstellungsverfahren werden in der Tierfutterproduktion verwendet. Entscheidend ist dabei, wie stark die Rohstoffe aufgeschlossen werden und wie gut Hunde und Katzen die enthaltenen Nährstoffe später verwerten können.
| Kaltgepresstes Trockenfutter | Extrudiertes Trockenfutter |
|---|---|
| Rohstoffe werden vor dem Pressen ebenfalls erhitzt | Rohstoffe werden unter Druck, Hitze und mechanischer Energie verarbeitet |
| Der Aufschlussgrad kann unterschiedlich ausfallen | Pflanzliche Rohstoffe können besonders stark aufgeschlossen werden |
| Wird oft als „schonend“ beworben | Kann eine sehr hohe Verdaulichkeit ermöglichen |
| Die tatsächliche Verdaulichkeit hängt vom Verfahren und den Rohstoffen ab | Die tatsächliche Verdaulichkeit hängt ebenfalls vom Verfahren und den Rohstoffen ab |
Die Verdaulichkeit von Tierfutter wird stark durch die Verarbeitung der Rohstoffe beeinflusst.
Ein hoher Aufschlussgrad kann dazu beitragen,
Eine geeignete Verarbeitung kann daher einen wichtigen Beitrag zur Verträglichkeit eines Futters leisten.
Bei der Herstellung wird ein spezielles Extrusionsverfahren eingesetzt, bei dem Rohstoffe unter hohem Druck verarbeitet werden. Dadurch entsteht ein hoher Aufschlussgrad der Rohstoffe, wodurch die enthaltenen Nährstoffe besonders gut verwertet werden können.
Das Ergebnis ist ein Trockenfutter, dessen Bestandteile für Hunde und Katzen leicht verdaulich und gut verwertbar sind.
Ein entsprechender Hinweis findet sich auch in den Deklarationen der Produkte:
Solche Angaben können Tierhaltern helfen, die Verarbeitung und Verdaulichkeit eines Futters besser einzuordnen. Entscheidend ist dabei, ob Rohstoffe so aufgeschlossen werden, dass Hunde und Katzen die enthaltenen Nährstoffe leichter aufnehmen und verwerten können.
Die Verarbeitung beeinflusst nicht nur die Verdaulichkeit, sondern auch weitere Eigenschaften des Futters.
So kann die Struktur der Kroketten beispielsweise Auswirkungen auf das Fressverhalten haben.
Eine rauere oder festere Krokette kann dazu beitragen,
Auch diese Eigenschaften hängen eng mit dem gewählten Herstellungsverfahren zusammen.
Die Verdaulichkeit von Tierfutter steht in engem Zusammenhang mit mehreren anderen Qualitätsmerkmalen.
Dazu gehören unter anderem:
➤ Fleischqualität im Tierfutter
➤ gleichbleibende Futterrezepturen
Erst das Zusammenspiel dieser Faktoren ermöglicht eine Tiernahrung, die langfristig gut verträglich ist.
Wer sich intensiver mit der Herstellung von Tiernahrung und den Hintergründen der Futtermittelindustrie beschäftigen möchte, findet im Buch „Katzen würden Mäuse kaufen“ von Hans-Ulrich Grimm eine weiterführende journalistische Perspektive. Für die konkrete Beurteilung eines Futters bleibt jedoch entscheidend, wie Rohstoffe verarbeitet werden und wie gut sie für Hund oder Katze verdaulich und verwertbar sind.
Die Verdaulichkeit von Tierfutter ist ein entscheidender Faktor für die Ernährung von Hunden und Katzen.
Wenn Hunde oder Katzen ihr Futter schlecht vertragen, kann dies verschiedene Ursachen haben. Die Verdaulichkeit von Tierfutter spielt dabei eine entscheidende Rolle. Neben der Qualität der Rohstoffe spielt auch die Verarbeitung der Zutaten eine wichtige Rolle.
Eine geeignete Verarbeitung sorgt dafür, dass Nährstoffe leichter freigesetzt werden und der Organismus sie besser aufnehmen kann.
Die Verarbeitung der Rohstoffe ist deshalb ein wichtiger Bestandteil der sieben Qualitätskriterien von FEDOR® Tiernahrung.
Wenn Hunde oder Katzen immer wieder mit weichem Kot, Blähungen, Unwohlsein nach dem Fressen oder empfindlicher Verdauung reagieren, wird oft zuerst ein einzelner Rohstoff verdächtigt. Doch nicht nur die Zutaten selbst sind entscheidend – auch die Verarbeitung beeinflusst, wie gut Nährstoffe freigesetzt, verdaut und vom Organismus aufgenommen werden können.
Gerade bei sensiblen Tieren lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf Deklaration, Herstellungsverfahren, Aufschlussgrad und Hinweise zur Verdaulichkeit.
Gute Verträglichkeit beginnt nicht nur bei hochwertigen Rohstoffen – sondern auch bei der richtigen Verarbeitung.
Wir gehen die Deklaration Ihres aktuellen Futters telefonisch mit Ihnen durch und erklären verständlich, welche Hinweise es zur Verarbeitung, zum Herstellungsverfahren und zur Verdaulichkeit gibt.
Dabei schauen wir gemeinsam darauf, ob das Futter Hinweise auf extrudierte Futterkroketten, einen hohen Aufschlussgrad, gut verwertbare Rohstoffe oder mögliche Ursachen für eine empfindliche Verdauung erkennen lässt.