Tierarztbesuch: Bereiten Sie Ihren Hund darauf vor

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Wenn ein Hund bereits schwer krank in unsere Obhut kommt, können wir leider nichts daran ändern und müssen recht bald mit ihm zu einem Fachmenschen gehen. Doch wenn wir einen ansonsten gesunden Hund aufnehmen, können wir viel tun, damit der Gang zum Tierarzt keine Tortour wird.

Desensibilisierung

Am besten kann man einen Hund darauf vorbereiten, indem man vorab bereits regelmäßig mit ihm „Doktor spielt“. Dabei wird geübt, dem Hund den Mund zu öffnen, in die Ohren zu schauen, Fieber zu messen usw. Er wird auf die Seite gelegt, der Bauch wird vorsichtig abgetastet, der Puls gefühlt (gute Übung auch für einen selbst) usw.

Gehen wir hierbei sehr behutsam vor und verbinden es mit etwas Angenehmen wie Streicheln, Massieren, Leckerlis usw, dann wird der Hund auch beim Tierarzt wesentlich entspannter sein.
Wer suchet der findet

Es ist sehr sinnvoll bereits bevor ein Besuch nötig ist einen guten Tierarzt zu finden. Daher ist es zu empfehlen vorab die in der Umgebung stationierten Tierärzte anzuschreiben und sie bezüglich Tierversuche, Medikamentation und auch vegane Ernährung unter die Lupe zu nehmen. Alternativ kann ein stabiler Hund (der nicht beim Anblick eines Tierarztes bereits zusammen bricht) auch einfach einmal vorgestellt werden. Ein guter Tierarzt nimmt sich auch für den gesunden Patienten Zeit zum kennen lernen, manche Tierärzte berechnen dafür nichts.

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Es ist leider sehr unwahrscheinlich derzeit einen aufgeschlossenen Tierarzt vor Ort zu finden und in Notfällen zählt oft jede Minute. Um eine Unvoreingenommenheit zu gewährleisten sollte man Anfragen bezüglich Veganismus oder ähnliches über einen anderen Absender laufen lassen als man bei seinem Besuch angeben wird. Auf diese Weise ist es möglich auch von einem der veganen Hundeernährung abgeneigtem Tierarzt unvoreingenommene Beratung zu erhalten. Siehe dazu weiter unten: Der erste Besuch!

Den richtigen Tierarzt für den Hund zu finden ist genau so schwer, wie den richtigen Arzt für sich selbst zu finden. Beinahe jeder hat schon einmal erlebt, dass er mit einem Menschen einfach nicht zurecht kam, wenn dieser einem dann auch noch grob behandelt, weh tut oder man sich nicht kompetent beraten fühlt, ist alles vorbei! Es ist wichtig, dass der Gang zum Tierarzt für den Hund keine blanke Tortour wird. Wenn ein Tierarzt aufgesucht werden muss, geht es dem Hund ohnehin bereits sehr schlecht, da muss er nicht auch noch unter dem behandelnden Arzt leiden.

Was zeichnet einen guten Tierarzt aus?

  • Nimmt er/sie sich Zeit um den Hund kennen zu lernen?
  • Geht er einfühlsam und behutsam mit dem Patienten um?
  • Nimmt er/sie sich Zeit für Fragen, diskutiert er evtl. sogar mit dem Menschen über den besten Behandlungsweg?
  • Können Hunde im Notfall stationär behandelt werden und ganz besonders:
  • wie werden die Tiere bei stationärem Aufenthalt versorgt?
  • Ist immer jemand anwesend?
  • Wie sieht die Schlafstätte aus?
  • Können eigene Decken mitgegeben werden?
  • Ist er/sie im Notfall rund um die Uhr (auch an Feiertagen) erreichbar?
  • Sind die Warteräume tiergerecht ausgestattet? (Ausweichmöglichkeiten, Platz um sich hin zu legen und nicht Stuhlreihe an Stuhlreihe)
  • Sind alle Mitarbeiter freundlich und hilfsbereit? Nehmen sie sich Zeit für den Patienten?
  • Ist die Praxis modern eingerichtet (Für Laien auf den ersten Blick schwer zu erkennen, aber sich schlau machen ist immer wichtig!)

An Hausmitteln kann ein Tierarzt nichts verdienen. Trotzdem verschreibt ein guter Tierarzt nicht gleich bei jedem Besuch solche Hammergeschosse wie Antibiotika und gibt Tipps wie man die Genesung unterstützen kann – Ein schlechter Tierarzt verschreibt ein Mittel und gibt häufig außer dem Dosierungshinweis nichts (nicht einmal die Beipackzettel auf Anfrage) mit.

Ein guter Tierarzt empfiehlt auch einmal Behandlungsmethoden, die er selbst nicht durchführen kann und verweist dich an einen entsprechenden Kollegen.

Grundsätzlich solltest du immer Hilfe suchen, wenn du merkst, dass du nicht mehr helfen kannst oder eine Situation sich drastisch verschlechtert hat. Allerdings sollte man sich auch nicht verrückt machen lassen von sogenannten „guten Ratschlägen“, die mehr Panik verbreiten als dass sie nützlich sind.

Bei folgenden Situationen sollte ein Tierarzt unbedingt aufgesucht werden:

  •  wenn ein Hund einige Tage von sich aus nichts mehr essen will, auch wenn man ihm sein Lieblingsessen serviert
  • wenn ein Hund bei chronischen Krankheiten mehr als ein- oder zweimal am Tag erbricht, bzw. mehr als einmal in einigen Stunden bei akuten Krankheiten
  • wenn euer vierbeiniger Mitbewohner mehrere Tage unter unerklärlichem Durchfall leidet
  • wenn ein krankhafter Zustand unangemessen lange dauert
  • wenn der Allgemeinzustand sich plötzlich sehr verschlechtert
  • wenn der Hund länger als einen Tag sehr schwach oder teilnahmslos ist
  • bei akuten Not- und Unfällen (Verletzungen etc)
  • wenn kein Kot oder Urin mehr gelassen wird

Habt immer die Interessen des Hundes im Sinne ohne die Interessen anderer Lebewesen zu vernachlässigen!

Wichtiges für den Hund

Ein langer, anstrengender Spaziergang sorgt dafür, dass der Hund alle überschüssige Energie los wird. Er wird dadurch gleich viel ruhiger sein.

Kurz vor und während dem Arztbesuch sollte man den Hund nicht trösten oder übermäßig betütteln, sondern ganz entspannt behandeln, als ginge man selbst zum Frisör (dann ist man auch eher mit sich beschäftigt und streichelt den Hund nur gelegentlich).

Reagiert der Hund aggressiv oder ängstlich, darf er nicht getröstet oder gestreichelt werden, denn sonst glaubt er, sein Verhalten wäre OK. Ein deutliches „nein“ und festhalten durch die Bezugsperson ist wichtig.

Ein Maulkorb kann hilfreich sein, wenn man den Hund nicht richtig einschätzen kann. In seiner Panik könnte der Hund sogar nach der Bezugsperson schnappen.

Wenn der Hund sich während der Untersuchung kooperativ verhalten hat, kann man ihn nun überschwänglich loben. Wenn nicht, ignoriert man ihn und arbeitet an der eigenen inneren Gelassenheit. Wütend werden, schimpfen oder strafen nutzt nix!Wichtiges für die Bezugsperson des Hundes

Oberstes Gebot ist selbst ruhig, bestimmt und gelassen bleiben. Wenn der Hund krank ist, regt es die Bezugsperson oft wesentlich mehr wenn es zum Tierarzt geht als den Hund selbst. Diese angespannte, nervöse Energie spürt der Hund und wird seinerseits ebenfalls unruhig. Auch wenn es schwer fällt, entweder es gelingt einem sich zu beherrschen, oder es ist tatsächlich besser jemand anderes mit dem Hund zum Tierarzt zu schicken.

Wichtiges zum Tierarzt

Wenn es sich irgendwie vermeiden lässt sollte den TierärztInnen nicht sofort unter die Nase gerieben werden dass der Patient pflanzlich ernährt wird. Die Gefahr ist groß den/die TierärztIn seiner/ihrer Objektivität zu berauben, da die Meisten mangelhafte Informationen zu diesem Thema besitzen: Wenn vegan ernährte Hunde einmal – wir wollen es nicht hoffen – gesundheitliche Probleme bekommen sollten, wird die vegane Ernährung häufig ohne weitere Untersuchungen als Grund angenommen. Ein Verhalten, das sicherlich den meisten von uns auch von ihren HumanmedizinerInnen bekannt ist.

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Weiß der Tierarzt von der veganen Ernährung, werden sehr viele Erkrankungen erst einmal auf die Ernährungsweise des Hundes geschoben. So wird schnell eine leichte Blutbildveränderung aufgrund des vorherigen heimlichen Konsums der verbotenen Katzennahrung ein vermeintlicher Beweis für die „schrecklich schlechte“ Ernährung.

Je besser man sich mit dem Nahrungsbedarf des Hundes auseinander gesetzt hat, um so weniger lässt man sich verunsichern.

Tierärzte sind auch nur Menschen. Sie wären keine Tierärzte wenn sie nicht Tierversuche durchgeführt und ein Praktikum in einem Schlachthaus absolviert hätten. Die meisten Tierärzte sind nicht einmal Vegetarier. Antispeziesistische Denkansätze können nicht erwartet werden.

Was muss der Tierarzt wissen?

Viele Tierärzte interessiert die Vorgeschichte des Hundes nicht einmal, doch ein guter Tierarzt wird sicher ganzheitlich behandeln und benötigt dafür einige wichtige Angaben von dir.

  • Alter
  • Bewegungsdurchschnitt
  • Ernährungsgewohnheiten (z. B. Trockennahrung, Feuchtnahrung oder selbst gekocht)
  • Trinkverhalten (Menge)
  • Tagesablauf (Gibt es Stressfaktoren usw.)
  • Welche Medikamente bekommt der Hund bereits?
  • Welche Erkrankungen sind bisher aufgetreten?
  • Welche Symptome machen sich bemerkbar und seit wann?

Ein Punkt der zu verschweigen ein Verbrechen darstellen würde. Tierärzte machen während dem Studium unzählige Tierversuche in denen Tiere bewusst missbraucht werden. Ein Praktikum im Schlachthaus ist für ein Studium unumgänglich. Daher ist es vermessen zu glauben, Tierärzte interessierten sich ausschließlich und absolut für das Wohl aller Tiere und wären die größten Tierfreunde.

In erster Linie werden die Behandlungsmethoden nach dem Geldbeutel des „Besitzers“ abgestimmt. So könnten tatsächlich viele Leben gerettet werden, da eine OP jedoch zu teuer ist, wird sie gar nicht in Erwägung gezogen oder abgelehnt. Viele Hunde werden oft “eingeschläfert“ da eine optimale Behandlung den „Wert“ übersteigen würde.

HundeGesundheit: Ältere Hunde

Dazu kommen die ständigen und immer weiter getriebenen Tierversuche zur Erforschung neuer Medikamente oder günstigerer Behandlungsmethoden für zahlende Kunden an schutzlosen Individuen. Alle Arten von Tieren werden in Tierversuchen verbraucht. Auch Hunde. Das um den eigenen Kuschelkameraden vielleicht zu retten zuvor unzählige Wesen gequält wurden ist eine Tatsache. Man darf nicht glauben, dass die zu Versuchszwecken vorsätzlich infizierten Hunde an Krankheiten weniger leiden als die zu Haustieren funktionalisierten.

Trotz des Wissens um die Tierversuche und anderer Ungerechtigkeiten wird sicher niemand den bei sich lebenden Hund in einem akuten Notfall einfach sterben lassen. Selbstverständlich wird man während einer akuten Notsituation alle Bedenken über Bord werfen und dankend die rettende Spritze, Pille oder Operation zulassen. Und das ist sicher auch richtig so. Es sind nicht die Medikamente, die aus ethischen Gründen abzulehnen sind, sondern die Tierversuche und Strukturen dahinter. Daher versuchen die meisten vegan lebenden Menschen auf Generikapräparate zurück zu greifen. Dies ist auch in der Tiermedizin möglich.

Wesentlich besser für Patient, andere Tiere und die Umwelt ist jedoch Krankheiten durch z. B. gute Ernährung, Bewegung und viel Zuwendung vor zu beugen und wann immer möglich auf Naturheilkunde zurück zu greifen. Allerdings geht es auch hier leider nicht immer ganz ohne Tierversuche, jedoch in keinem Verhältnis zur Schulmedizin. Eine ausführliche Auseinandersetzung mit Körper und Geist des Hundes erspart so manchen unnötigen Tierarztbesuch und so manches unnötige Medikament. Wie auch bei der Humanmedizin können Medikamente entweder helfen oder auch mehr schaden als nutzen. Bei anderen Tieren wird Mensch in der Regel jedoch noch weniger über die Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und Langzeitschäden aufgeklärt als in der Humanmedizin.

Tierärzte und Ernährungslehre

Tierärzte haben kaum eine Ausbildung über die Ernährung von Hunden. Wie sollten sie auch. In Kleintierpraxen werden in der Regel alle Arten von Tieren behandelt, da wäre ein wirklich ausführliches Studium jedes benötigten Nährstoffes für jede Tierart viel zu zeitaufwendig. Ihr Wissen haben sie wenn überhaupt aus Büchern oder von Lehrern, welche sich nie mit den Möglichkeiten der veganen Ernährung auseinander gesetzt haben, ja in der Regel selbst leidenschaftliche Fleischkonsumenten sind und keinen ehrlichen Respekt gegenüber anderen Lebewesen erkennen lassen.

Tierärzte erhalten ihre Schulungen und Informationen hauptsächlich von der Tierfutterindustrie. Wie objektiv man diese Informationen einschätzt, möchten wir jedem selbst überlassen. Tatsache ist, dass viele Tierärzte immer mehr vom Heiler zum Händler zu mutieren scheinen.
Impfungen

Sicherlich sind einige Impfungen sinnvoll. Wie jedoch immer bei Medikamenten können auch sie eventuell mehr schaden als nutzen. Impfstoffe werden im Tierversuch getestet und weiterentwickelt. Sie werden auf tierischem Gewebe gezüchtet und sind in ihrer positiven Wirkung sehr umstritten. (Selbstverständlich nicht unter den Menschen welche an ihnen verdienen!)

 

 

2016-10-12T18:48:30+00:00 Juni 21st, 2016|Gesundheit, Hund|0 Kommentare

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