Abstammung und Rückschlüsse

DIE KATZE

Unsere Hauskatze stammt von der Wildkatze ab. Diese wurde etwa 2500 v. Christus domestiziert. Die Nahrungsbasis der Wildkatze sind Beutetiere wie kleine Nager und ähnliches. Als solche ist die Katze ein Tierfresser, und der Magen-Darmtrakt ist für das Verdauen von Beutetieren angelegt. Sie ist also kein Gemischt- oder Pflanzenfresser! Wildkatze, Katze Beutetierfresser Das heißt, Getreide frisst die Katze in freier Natur nur dann, wenn es in vorverdauter Form in den Innereien Ihres Beutetieres vorliegt. Im Vergleich zu anderen Tieren oder auch uns Menschen ist auch die Häufigkeit der Futteraufnahme einer Katze völlig anders!

Wir Menschen essen zum Beispiel 3-6 Mahlzeiten pro Tag. Eine Katze in freier Natur nimmt hingegen bis zu 16 Mahlzeiten in eher kleinen Portionen zu unterschiedlichen Tag- und Nachtzeiten zu sich. Neben Nagern stehen auch kleinere Happen wie Insekten am Speiseplan.

Mit diesem Verständnis bemerkt man auch – im Vergleich zu uns Menschen – der Verdauungstrakt wird auf ganz andere Art und Weise beansprucht.  Wildkatze, Katze Beutetierfresser So versucht die Katze ihre Beute auch möglichst schnell zu verschlingen, denn in freier Natur könnte ihr ja ein Konkurrent die Beute streitig machen. Aus diesem Grund kaut die Katze ihre Nahrung auch sehr wenig.

Im Gegensatz dazu haben wir Menschen Enzyme im Speichel, welche gleich damit beginnen, verschiedene Nährstoffe herauszulösen, um diese zum Teil schon über die Mundschleimhaut aufnehmen zu können. Bei der Katze beginnt die Verdauung erst im Magen. Entsprechend ihren Vorfahren braucht auch eine im Haus gehaltene Katze freien Zugang zu ihrem Futter.

Um das Tier artgerecht zu ernähren, muss ihm zu jeder Tages- und Nachtzeit die Futteraufnahme ermöglicht werden. Denn auch die 

Hauskatze frisst, wenn sie die Möglichkeit hat, sehr oft und immer nur in kleinen Mengen.

Füttert man eine Hauskatze mit 2 oder 3 Mahlzeiten pro Tag, wäre es im Vergleich zu uns Menschen so, als würden wir nur einmal in 14 Tagen essen. Natürlich würden wir dann möglichst viel auf einmal essen, und wir würden auch nicht verhungern, jedoch würde unser Organismus entsprechend belastet werden! Es wäre nur eine Frage der Zeit, bis wir massive gesundheitliche Probleme bekämen.

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 DER HUND

Unsere Hunde stammen vom Wolf ab! Dies wurde wissenschaftlich, mit nur 0,2% Unterschied in der DNS zwischen Hund und Wolf, nachgewiesen. Nach genetischen Studien ist der Wolf zwar schon vor 135 000 Jahren zum heute bekannten Hund domestiziert worden, jedoch hat sich das Fressverhalten eines Hundes kaum gegenüber dem des Wolfes geändert!

Der Wolf in freier Natur lebt bis zu 34 Tage ohne Nahrungsaufnahme. Er ist es auch nicht gewohnt, mehrmals täglich zu fressen, und entsprechend ist auch sein Verdauungsapparat ausgelegt.  So frisst der Wolf schnell und auf Vorrat. Ganz nach dem Motto: „Wer schneller mehr frisst, lebt länger“! Wolf, Beutetierfresser

Wölfe fressen im Rudel und nach Hierarchie. Von dem Anteil, den ein Wolf in der Rudelfressorgie erhascht, muss er oft lange Zeit zehren. Die Leittiere fressen zuerst, ihnen gehören die besten und nahrhaftesten Stücke. Sie fressen bevorzugt den Magen-Darmtrakt eines Beutetiers. Hier finden Sie große Mengen an vorverdauten pflanzlichen Rohstoffen, wie Getreide oder Gräser, welche zuvor vom Beutetier gefressen und verdaut wurden. Diese liefern reichhaltig Nährstoffe und sind in dieser Form vom Wolf gut verwertbar.

Dem Rest des Rudels bleibt meist nur das pure Fleisch übrig, – also das Übriggebliebene des Kadavers. Hier wird von den hungrigen Wölfen alles gefressen, was sich hinunterwürgen lässt. Nach dem großen Fressen verziehen sich die Wölfe aus der Gruppe und würgen das vorhin hastig Gefressene wieder nach oben. Die geeigneten Teile werden dann erneut gefressen, und Ungeeignetes bleibt liegen.

Artgerechte natürliche Ernährung

In der genauen Betrachtung eines Hundegebisses ist die Eindeutigkeit des Beutetierfressers zu erkennen. Es wurde geschaffen, um blitzschnell zu töten, grob zu zerkleinern und schnell zu schlucken. Der Speichelfluss setzt bereits vor dem eigentlichen Fressvorgang ein, wodurch große Stücke schnell geschluckt werden können. Selbst die größten Stücke werden durch Muskelstränge, welche sich schlangenähnlich bewegen, in den Magen befördert! Ein Wolf in freier Natur hat keine Zeit, ein Gourmet zu sein.  Wir Menschen würden daran wahrscheinlich ersticken! Auch bei Hunden sind ähnliche Verhaltensmerkmale zu erkennen.

Ein Hundebesitzer sollte wissen, dass es völlig normal ist, wenn sein Hund das Gefressene ab und an erbricht und erneut frisst. Er wird auch bemerken, dass das Erbrochene vielleicht nicht einmal ein bisschen verdaut wurde. Hunde haben wie Wölfe eine Art  Speichermagen, in dem das Gefressene nicht sofort, sondern erst nach und nach verdaut wird. Da Hunde wie Wölfe Beutetierfresser sind, müssen pflanzliche Rohstoffe oder Getreide in vorverdauter Form vorliegen oder hoch aufgeschlossen werden.

FAZIT: Wir halten zwar Katzen und Hunde in unseren Wohnzimmern, aber ernährungstechnisch muss man sie als WILDKATZEN und WÖLFE sehen. Wenn man sein Haustier gesund erhalten möchte, ist die

Artgerechte Ernährung eine der wichtigsten Voraussetzungen.

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