Der Gesetzgeber kontrolliert Tiernahrung sehr streng, sodass der Kunde genau das erhält, was er laut Produktbeschreibung erwarten kann. Dazu gibt es für alle Hersteller einheitliche gesetzliche Regelungen zu Begriffen oder auch Formulierungen von Deklarationen auf Futterverpackungen.

Bei der menschlichen Nahrung hat man gelernt, dass eine schöne Verpackungen und gute Werbung allein meist nichts mit der Qualität eines Produktes zu tun hat. Man hat gelernt, dass es sehr wichtig ist, die Verpackungen umzudrehen, um sich auch mit dem „Kleingedruckten“ beschäftigen zu können. Auch bei Hunde- oder Katzenfutter sollte der verantwortungsbewusste Tierbesitzer kritisch sein und sich mit den Angaben auf der Verpackung beschäftigen.

Chemiefreies Katzenfutter und chemiefreies Hundefutter

Besonders in den letzten Jahren nehmen unterschiedlichste Auffälligkeiten, Erkrankungen, irreparablen gesundheitliche Schäden, sowie die Anzahl an Krebs- oder Tumorerkrankungen bei Katzen und Hunden dramatisch zu.

Kritische Tierärzte und Wissenschaftler vermuten als Ursache bedenkliche chemische Zusatzstoffe, welche gesetzlich legal in Heimtiernahrung zugelassen wurden. Viele Tierbesitzer wissen davon und wünschen sich aus diesem Grund chemiefreies Katzenfutter oder chemiefreies Hundefutter. Deshalb werden auch immer öfter Futterverpackungen von verantwortungsbewussten Tierbesitzern umgedreht, um im Kleingedruckten nach bedenklicher Chemie zu suchen.
Angaben auf Futterverpackungen werden jedoch im Futtermittelrecht geregelt und nicht in den für uns Menschen gemachten Lebensmittelgesetz.
So sind zum Beispiel auch die Angaben der genannten als bedenklich geleitenden chemischen Zusatzstoffen in Heimtiernahrung im Gegensatz zu den Angaben auf unseren Lebensmittelverpackungen nicht deklarationspflichtig. Diese werden in Verpackungsangaben bei Heimtiernahrung nur auf freiwilliger Basis deklariert, weshalb sie diese auf Verpackungsangaben verständlicherweise nur selten nicht finden werden. Aber ausgehend vom Lebensmittelgesetzt gehen viele Tierbesitzer davon aus, dass wenn in Heimtiernahrung keine bedenkliche Chemie deklariert ist, diese auch nicht enthalten sein darf. Leider ein großer Irrtum!
Wie Sie bei ihrer Futterauswahl chemiefreies Katzenfutter oder chemiefreies Hundefutter laut gesetzlicher Regelung dennoch erkennen, dass erfahren Sie auf folgender Seite: Klicken Sie hier

Jeder Hersteller von Heimtiernahrung hat die freie Wahl, die Zusammensetzung seiner Produkte ungenau oder auch sehr genau zu beschreiben. Nur genaue Beschreibungen auf Futterverpackungen können die tatsächliche Qualität und Zusammensetzung eines Futtermittels auch belegen.

Die nächsten Themen beschäftigen sich deshalb mit der Erklärung der gesetzlichen Regelungen hinter Angaben auf Futterverpackungen.

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